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Studienbeginn an der Universität zu Köln

Herzlich Willkommen an der Uni Köln,

einer der größten Universitäten Deutschlands, die für die nächsten Jahre ein wichtiger Teil eures Lebens werden kann. Die Sendung mit der Maus hat mir mal erklärt, dass Abitur bedeutet, sich auf den Weg zu machen, auf seinen eigenen Weg. Und egal was ihr über die Tücken des Bachelor und Master Systems gehört habt, an der Uni habt ihr weiterhin die Möglichkeit euren eigenen Weg zu beginnen. Im Studium, in den vielfältigen Bildungsangeboten neben euren Fächern und in den vielen unabhängigen Gruppierungen.

Besonders die Studiengänge an der Phil laden dazu ein, sich die Freiheit zu nehmen eigene Perspektiven auf alte und neue Themen auszuprobieren. Vieles zu hinterfragen und sich jede Menge eigene Gedanken zu machen. Aber all dies hat auch einen Preis, denn an der Uni seid ihr für euch selbst verantwortlich. Ihr solltet eure Studienordnung selbst kennen, denn die Dozent*innen werden nicht wissen, ob ihr in ihrem Seminar eine Hausarbeit schreiben, ein Referat halten oder einfach nur teilnehmen müsst. Ihr solltet euch selbst die Freiheit nehmen, mehr auszuprobieren, als der Musterstudienplan vorsieht. Und ihr solltet nicht aus den Augen verlieren, wohin ihr einmal mit eurem Abschluss wollt und zusehen, euch dafür vorzubereiten.

Um euch diesen Start ins Studium zu erleichtern, bieten eure Fachschaften jede Menge Informationen für euch an und bleiben im gesamten Studium ein guter Ansprechpartner für euch. Scheut euch nicht, kommt vorbei, stellt fragen und schreibt Mails. Wir sind für euch da, ihr müsst nur kommen.

Ein Schnellstart ins Studium

Nach der Einschreibung geht es richtig los, rein ins Chaos des universitären Alltags. Denn die geregelten Zeiten der Schule sind vorbei und auch jede Berufausbildung ist klarer strukturiert als ein Studiengang (und die Universität an sich ;-P). Deshalb erklären wir euch, was mit Schlagworten wie Modulhandbuch, Klips, Webmail etc., gemeint ist. Und bei allen offen gebliebenen Fragen könnt ihr euch gerne per Mail an eure Fachschaft wenden. Die sind für euch da.

Die Erstsemesterberatungen der Fächer

Zu jedem Studienfach werden Erstsemesterberatungen veranstaltet, die freiwillig von den Studierenden besucht werden können[1]. Bei diesen Beratungen werden euch von Vertretern der jeweiligen Fächer die Studiengänge erklärt und die wichtigsten Infos zum Studienstart gegeben.
Ein Tipp vorweg: Sollte die erste Erstsemesterberatung nach der Seminarplatzvergabe erfolgen, dann braucht Ihr euch deshalb keine Sorgen zu machen. Es wird eine weitere Vergabephase, entweder durch KLIPS oder die Institute geben. 

Achtet darauf, dass ihr kein Fach vergesst. Wer z.B. einen 2-Fach-Bachelor auf Lehramt studiert, muss drei Erstsemesterberatungen belegen: Jeweils eine für die beiden Fächer und eine dritte für die Bildungswissenschaften (BiWi).

Möglichkeiten der Studienfinanzierung

Leider wird der Studienbeginn auch meistens von der Frage begleitet, welche Möglichkeiten es zur Finanzierung des eigene Studium gibt. Aus rechtlichen Gründen werden wir an dieser Stelle keine detaillierten Informationen bezüglich des BAföGs (Bundesausbildungsförderungsgesetz) oder der Studienkredite geben, aber ein paar Denkanstöße und Infos geben wir euch natürlich trotzdem.

Ein Studium kann man auch selbst mittels Nebenjobs finanzieren. Oftmals kann man dazu seine Veranstaltungen so wählen, dass sie für den Nebenjob günstig liegen. Das klappt natürlich nicht immer, aber die Möglichkeiten sind da. Auch wenn so eine Doppelbelastung anstrengend ist, erarbeitet man sich damit die Freiheit, sich für das eigene Studium so viel Zeit zu nehmen, wie man eben braucht und will. Die Finanzierungsangebote wie Bafög und Studienkredit sind natürlich auch attraktiv und hilfreich, aber sie gehen meistens mit einer Leistungsverpflichtung einher. Also einer Vorgabe wie viele Veranstaltungen man erfolgreich in einer bestimmten Zeit abschließen muss. Daher informiert euch ausführlich über die derzeit geltenen Richtlinien und fragt lieber gründlich nach, bevor ihr eine für euch ungünstige Verpflichtung eingeht.

Infos zum BAföG-Förderung findet ihr auf der Homepage des Studentenwerks.
(unter Finanzen findet ihr eine gute Übersicht über die unterschiedlichen Darlehnungsformen und die Antragsformulare fürs BAföG.)

Studienordnung und Modulhandbuch

Für euer zukünftiges Studium sind diese beide Unterlagen entscheidend: In der Studienordnung stehen nämlich die Richtlinien eures Fachs, also welche Seminare ihr belegen müsst, welche Leistungen oder Leistungspunkte ihr Erbingen müsst und welche zusätzlichen Qualifikationen (wie z.B. ein Latinum) ihr bis wann nachweisen müsst. Es ist wichtig, dass ihr euch selbst mit eurer Studienordnung auseinandersetzt, weil eure Sitznachbarn nicht szwangsläufig nach der gleichen Studienordnung studieren und es gibt entscheidende Unterschiede zwischen 1-Fach-Bachelor, 2-Fach-Bachelor, 2-Fach-Bachelor auf Lehramt und eventuell gibt es bereits in einem Studiengang für ältere Jahrgänge andere Prüfungsordnungen als für euch. Auch die Dozent*innen werden sich meistens nicht nicht im Detail damit beschäftigen was ihr braucht, sondern sie werden in den ersten Sitzungen mitteilen, welche Leistung man für welche Creditpoints oder Leistungspunkte erbringen muss.

Dabei steht die Studienordnung rechtlich über allen anderen Angaben: Wenn ihr nach eurer Studienordnung z.B. erst das Latinum nachweisen müsst, bevor ihr ein bestimmtes Aufbaumodul studieren dürft, dann kontrolliert das sicherlich niemand bei der Seminarbelegung. Es ist aber rechtlich gesehen korrekt, dass euch das betreffende Institut eine bestandende Hausarbeit als ungültig aberkennt, weil ihr ohne Nachweis des Latinums noch keine Berechtigung hattet diese Hausarbeit zu schreiben. Das ist pure Bürokratie, aber auch das gehört zum Studium „leider“ dazu. Die Modulhandbücher erklären euch meistens sehr viel anschaulicher den Regelstudienplan eures Fachs. Dann steht da z.B., dass ihr im ersten Semester zwei Einführungsseminare und zwei Vorlesungen in Deutsch belegen sollt. Welche Veranstaltungen ihr dafür dann letztlich belegen könnt, seht ihr dann in „Klips“.

KLIPS - Campus Management System der Universität zu Köln

In dem Programm KLIPS (Kölner Lehr-, Informations- und Prüfungs-Service)[2] stellt Ihr euren persönlichen Stundenplan zusammen und die Dozent*innen registrieren später eure erbrachten Leistungen. Zur Seminarplatzvergabe gibt es Belegungsphasen, in denen ihr euch auf eure Wunschseminare mit jeweils zwei untergeordneten Prioritäten bewerben könnt. Nach der Belegungsphase folgt die sogenannte Vergabephase, indem KLIPS per Zufallsalgorithmus einer Studierenden nach der anderen versucht, alle ersten Prioritäten zuzuteilen. Ist ein gewünschtes Seminar voll oder hat man zu der betreffende Zeit bereits ein anderes Seminar zugeteilt bekommen, weicht das Programm auf die untergeordneten Prioritäten aus. Ihr solltet euch bei der Erstellung eures Stundenplans an die grundlegenden Empfehlungen des jeweiligen Instituts und eurer Studienordnung halten. Wenn die Prüfungsordnung z. B. vorschreibt, dass ihr erst nach dem Nachweis des Latinums ein Seminar aus dem Hauptstudium belegen dürft, könnten euch Leistungen aus dem Hauptstudium aberkannt werden, wenn ihr sie erbracht habt, bevor ihr euer Latinum habt.


Trivia

[1] Die Erstsemesterberatung waren bis 2016 obligatorisch. Dennoch raten wir, diese Veranstaltungen zu besuchen, um wichtige Informationen zum Studium, der Administration und Vorgehensweisen zu erhalten.

[2] Je nach Fakultät laufen zwei KLIPS-System parallel, KLIPS und KLIPS 2.0. Studierende die sich ab Wintersemester 2015/2016 eingeschrieben haben, werden unter KLIPS 2.0 geführt, alle älteren Studierende verweilen bis zum Wechsel in KLIPS